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Sardinien (Norden und Nordost)

Der Norden und Nordosten Sardiniens sind eines der reizvollsten Segelreviere im westlichen Mittelmeer. Nur wenige Meilen entfernt von der Südspitze Korsikas eröffnet sich ein Revier reich an Inseln, Buchten und Häfen. Weit bekannt ist der Begriff "Costa Smeralda", der Smaragd-Küste mit ihrem Mittelpunkt Porto Cervo.

Allgemeines

Die Nordküste von der Insel Asinara bis zum Capo Testa ist landschaftlich eher reizlos, hügeliges Hinterland ohne besondere Hihlights. Die Häfen, mit Ausnahme von Castelsardo eher langweilig. Dafür gibt es hier einige wunderschöne Sandstrände mit kristallklarem Wasser und feinstem Sand.
Generell ist dies kein einfaches Revier, da
1. die Abstände der Häfen doch relativ groß ist und es keine geschützten Buchten gibt
2. dies die "Strasse von Bonifacio" ist. Hier herrschen oft Wind- und Seeverhältnisse, die durch den Landmassen- und Düseneffekte der beiden großen Inseln Korsika und Sardinien verstärkt werden. Bei einer allgemeinen Westwindlage mit leichten Winden liegt hier die Stärke immer 2-3 Beaufort höher.

Ganz anders die Nordost-Küste. Diese ist geprägt durch viele tiefe Einschnitte, vorgelagerten Inseln, höheren Bergen und durch unendliche viele Feriensiedlungen.
Hafen- und Steganlagen gibt es zu hunderten, nahezu jede halbwegs geeignete Bucht oder Halbinsel hat ihren Anlegesteg. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Festmachemöglichkeiten auch für den Wassersport offenstehen oder für jede Bootsgröße geeignet sind. Nur die großen Häfen, wie St. Teresa (Longosardo), Porto Pollu, Palau, Maddalena, Cannigione, Porto Cervo etc. bieten den gewohnten bzw. erwarteten Komfort und Sicherheit. Die kleineren Anlagen bleiben meist den kleineren Motorbooten mit wenig Tiefgang vorbehalten. Oft sind diese Stege auch direkt einer Ferienanlage zugeordnet.

Versorgung

Einige der großen Häfen sind erst in den letzten 20 Jahren entstanden, künstlich aus der Natur gestampft und umgeben mit Ferienbungalows, Hotels und natürlich privaten Anwesen. Eine gewachsene Stadt findet man hier nicht. Entsprechend ist auch die Versorgungslage. Ein Supermarkt im Hafen oder im "Centro mercantile", das war es. Wer lieber in Buchten ankert sollte sich daher gut mit allem eindecken, was an Lebensmitteln, Wasser etc. benötigt wird.

Probleme und kritische Anmerkungen

Der zunehmende Tourismus mit seinen negativen Begleiterscheinungen hat auch vor diesem Revier nicht halt gemacht.
  • In der Wassersportsaison klettern die Preise in fast allen sardischen Häfen in astronomische Höhen, die in keinem Verhältniss zur angebotenen Leistung stehen.
  • Für das Maddalenen-Archipel und die dazugehörigen Inseln (Parco Nazionale dell'Arcipelago di la Maddalena) gelten komplexe Fahrt-, Anker- und Liegeregelungen. Es gibt nicht weniger als 9 verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Regelungen, vom totalen Befahrverbot bis zur kostenpflichtigen Ankerbucht. Hunderte von Ankerbuchten, meist Sand- und/oder Krautgrund. Buchten auf der "Festland"-Seite (=Sardinien) sind kostenfrei, Ankern auf den Inseln kostet i.a. ca. 2,50 Euro pro Meter Schiff und Nacht.
  • Durch die starke Frequentierung, vor allem durch Mega-Yachten ist die Wasserqualität im Sommer nicht mehr smaragd-farben, sondern milchig trüb. Ein Blick unter Wasser an den beliebtesten Ankerplätzen offenbart das Umweltbewustsein, hier sieht es oft aus wie auf einer Müllkippe.
  • Auffallend ist zudem die Rücksichtlosigkeit der Motoryacht-Fahrer, auch in engsten Fahrwassern und in den Buchten wird mit viel Speed und Schwell gefahren.

  • Kann man den "negativen Auswirkungen" entgehen, durch einen Besuch außerhalb der Saison sollte man dies unbedingt tun.


     

     

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